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Arte Toskana Impruneta Terracotta

Preis – Leistung
Wir müssen sparen und können uns deshalb nichts Billiges leisten; dieser alte Hamburger Kaufmannsspruch trifft auf die meisten Dinge zu, mit denen wir uns umgeben. Denken Sie an diesen Spruch, denn beim Kauf einer echten Impruneta-Terracotta erwerben Sie ein Stück, dass zwar viel Geld kostet, aber nicht teuer ist. Eine Terracotta aus Impruneta ist unverwüstlich, „altert“ nur langsam, - in Würde - und hält Generationen. Ihre Pflanzen fühlen sich wohl und der Wasser- und Düngerverbrauch sinkt. Schön und nützlich zugleich nennt man sie auch zurecht die „echten Terracotten“. Ellen Fischer schreibt in ihrem Topfgartenbuch*: Der handgearbeitete winterfeste toskanische Terrakotta- Topf. Er wird überwiegend von Familienbetrieben hergestellt. Noch hergestellt, muss man einräumen, denn die teilweise ausschließliche Handarbeit macht diese Gefäße so kostbar, dass der Hersteller sie mit normal kalkuliertem Gewinn kaum verkaufen kann. Aus der bangen Frage heraus, wie lange es sie in dieser Form noch geben wird, vor allem aber wegen ihrer Ausstrahlung, möchte man alles Ähnliche vergessen und den hohen Preis akzeptieren. *Ellen Fischer, Das Topfgartenbuch, erschienen im Ulmer Verlag 1996. Ellen Fischer beschreibt hier sehr treffend ein Problem, das sich in Zukunft nicht bessern wird. Im Gegenteil, die Werkstätten haben Probleme qualifizierten Nachwuchs zu bekommen, denn für diese schwere Facharbeit lassen sich nur noch wenige begeistern. Kein Wunder, denn jeder, der die Toskana im Winter besucht hat, weiß was es heißt Tag für Tag in ungeheizten Räumen, bei jeder Witterung, mit nasskaltem Lehm zu arbeiten, meist auch noch in gebückter Haltung. Die Werkstätten überleben, weil sie Familienbetriebe sind und auch die Alten bis weit ins Rentenalter hinein mitarbeiten. Die enorme Nachfrage spielt bei diesen, ausschließlich in Handarbeit gefertigten, Produkten keine große Rolle und führt nur zu längeren Lieferzeiten. Das Hauptproblem der Zukunft wird der knapper werdende Ton sein, denn obwohl so gut wie nichts vom ungebrannten Ton wegverkauft wird, sondern ausschließlich im Impruneta-Gebiet seine Verarbeitung findet, stößt man langsam an die Grenzen der Ressourcen. Aber wo die Axt einen Baum fällt und nicht die Kettensäge, wo also der Ton aufwendig von Hand verarbeitet wird, werden die Vorräte wohl noch eine Weile reichen.

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