Logo
Arte Toskana Impruneta Terracotta
Der Ton
Entscheidend für die Qualität einer Terracotta ist die Zusammensetzung des dafür verwendeten Tons. Ton ist verwittertes Gestein und besteht zum großen Teil aus Aluminium und Silicium, außerdem enthält er auch unterschiedliche Mengen von Quarz, Feldspat, Eisen und Kupfer. Tonteilchen sind sehr fein und werden leicht von fließendem Wasser ausgeschwemmt, transportiert und an Stellen mit ruhendem Gewässer abgelagert. Die Zusammensetzung des Tons wird also bestimmt durch die Stoffe, die ein Fluss auf seinem Weg ausgewaschen und dann abgelagert hat. Die Charakteristik eines Tonvorkommens spiegelt also oft den Lebenslauf eines Flusses wieder.
Besonders hochwertigen Ton findet man in der Gegend um Impruneta. Das Vorkommen beschränkt sich auf ein Gebiet, das im Südosten bis etwa nach Strada in Chianti reicht, und im Süden durch das Ferronetal begrenzt wird. Der Name Ferrone bedeutet soviel wie Eisen und bezieht sich auf den dort abgebauten Ton. Die Tongruben variieren leicht in der Qualität, was sich auch im unterschiedlichen Farbton zeigt. Kein Stück gleicht dem andern, wenn es aus dem Brennofen kommt. Die kleinen Unterschiede machen jedes Stück zu einem wertvollen Unikat.
Die Töpfer dieser Region haben sich seit den Etruskern mit diesem Ton beschäftigt und kennen die Eigenschaften ihrer Florentiner Erde.
In dieser Symbiose formt und prägt das Eine das Andere. Die in den Jahrhunderten gewachsene Charakteristik der frostfesten Terracotten aus Impruneta ist unverwechselbar, weltweit einmalig und nicht zu imitieren.

<- zurück