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Arte Toskana Impruneta Terracotta
Die Geschichte
Als erste Menschen entdeckten, dass bestimmter Lehm, der in der Nähe von Feuer gelegen hatte, wasserfest und hart wurde, war das die Geburtsstunde der Terracotta. Über 70 Prozent der Erdoberfläche besteht aus Lehm oder vergleichbaren Stoffen und so stand und steht, wenn auch in unterschiedlicher Qualität, den Menschen eine nahezu unerschöpfliche Rohstoffquelle zur Verfügung.
Die ersten Tongefäße stammen aus dem 8. Jahrtausend vor Christus und fanden Verwendung vor allem als Aufbewahrungsort für Lebensmittel, Wasser und Wein. Später bekamen die Gefässe auch eine Bedeutung bei religiösen Zeremonien und wurden, ihrem Zweck entsprechend, filigraner gearbeitet und auch verziert.
Seine größte Bedeutung in der Kunst und Architektur erreichte die Keramik, als sogenannte Terracotta, in der italienischen Renaissance. Terracotta; das Wort ist italienisch und bedeutet gebrannte Erde. Wer vom Torre del Mangia auf die Stadt Siena blickt, der begreift, welches Material diesen Teil Italiens heute noch prägt. Straßen, Plätze, Häuser, Gärten und Skulpturen; alles leuchtet in den warmen Farben der Terracotta.
In dieser Kulturlandschaft – der ältesten noch intakten in Europa – lebt der Mensch seit jeher in einer intensiven Symbiose mit dem Land und der Erde. Wein und Olivenöl werden dem kargen Boden abgerungen, aber auch der gestaltenden Kunst stellt sich diese harte und lehmige Erde zur Verfügung.

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