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Arte Toskana Impruneta Terracotta
Die Toskana wurde 1983 für meine Familie und mich für vier Jahre zur Wahlheimat. In dieser Zeit, in der ich in diesem Land zu Gast sein durfte, begegnete ich zum ersten Mal bewusst dem Werkstoff Terracotta.
Auf der Suche nach einem stilgerechten Cottoboden entdeckten wir das Städtchen Impruneta bei Florenz, die Hochburg der italienischen Cottoherstellung. Dort erfuhren wir alles über Materialdichte, Frostbeständigkeit und was sonst noch den Unterschied zur herkömmlichen Terracotta ausmacht. Als wir im Frühjahr 1987 nach Deutschland zurückkehrten, waren wir längst zu „Cottomanen“ geworden. Im gleichen Jahr eröffneten wir in den umgebauten Stallungen eines historischen Bauernhofs in Moosham, zwischen München und Bad Tölz, unser Geschäft arte toskana. Die in den Jahren gewachsene herzliche Freundschaft zu unseren Herstellern in der Toskana hat sich bis heute erhalten und garantiert uns nebenbei auch immer eine erstklassige Ware. Terracotta aus Impruneta ist in den letzten Jahren immer bekannter und beliebter geworden; zugleich aber mehren sich die Geschichten um diesen hochwertigen Artikel. Auf meinen Ausstellungsbesuchen und im Gespräch mit Kunden wurde mir klar, dass vieles, was da so erzählt wurde, zwar sehr fantasievoll, von der Wahrheit aber weit entfernt war. Von 30 Tagen Brenndauer war die Rede, fünfmal oder sehr hoch gebrannt waren andere Varianten, um nur einige zu nennen. Entweder wollte man mit diesen „dramatischen“ Informationen den hohen Preis rechtfertigen oder es lagen sprachliche Missverständnisse bei der Übersetzung aus dem Italienischen vor. Auf einer Florenzreise mit dem Kameramann und Fotografen Thomas Meyer entstand deshalb die Idee dieses informativen Kataloges, den Sie jetzt in Händen halten. Wir hoffen, er macht Ihnen Freude beim Lesen und trägt dazu bei, manche Information geradezurücken und den Blick für den Unterschied zu schärfen. Denn wie heißt es so schön „Man sieht nur das, was man weiß“.

Dave G. Egger