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Die Pflege
Unter all den Materialien, aus denen man Pflanzgefäße herstellt,
werden von Fachleuten nur drei, nämlich Steinzeug, Metall und Impruneta-Terracotta,
als unbegrenzt haltbar bezeichnet. Aber nur die Terracotta ist zugleich
auch atmungsaktiv, was ein wichtiges Kriterium ist. Ein Pflanzgefäß
„lebt“ ständig im Wechsel von feucht und trocken, kalt
und heiß. Hinzu kommen chemische Einflüsse aus der Umwelt,
Salze und Kalk im Gießwasser und ausgewaschene Düngerlösungen.
Ein echter „Florentiner“ kommt damit gut zurecht und bedarf
keinerlei Pflege. Die im Laufe der Jahre auftretende dezente Patina, oft
verursacht durch überlaufendes Gießwasser, verunstaltet das
Gefäß nicht und ist meistens auch erwünscht. Ansonsten
lassen sich die Töpfe gut mit Essigessenz abwaschen und haben auch
keine Angst vor Wurzelbürsten.
Bei besonders starker Verschmutzung kann man die Terracotta auch für
einige Tage in ein Regenwasserfass oder einen Gartenteich legen. Das weiche
Wasser löst so den Schmutz an, der dann mit einer Bürste leicht
entfernt werden kann. Frostfeste Terracotta ist sehr dicht und der Schmutz
kann deshalb nicht tief eindringen.
In letzter Zeit werden Imprägnierungen und Wachse angeboten, die
poröse Keramik verdichten sollen. Es muss jeder selbst entscheiden,
ob er sich diese Mühe und Kosten antut, denn aus einem chemisch nachbehandelten
Keramiktopf wird noch lange kein Impruneta- Cotto. Außerdem ist
es unserer Ansicht nach problematisch, das bei Cottofliesen im Wohnbereich
sinnvolle Imprägnieren und Wachsen, auf ein Pflanzgefäß,
das ständigen Witterungseinflüssen ausgesetzt ist, zu übertragen.
Auch raten wir von einem Anstreichen mit Öl oder ähnlichem ab,
weil das Gefäß dann seine Offenporigkeit verliert und Wasser
nicht mehr ungehindert von innen nach außen dringen kann. Salze
und Kalk lagern sich gut sichtbar als Flecken unter der aufgetragenen
Schicht ab. Eine Reinigung der Töpfe wäre dann erst nach dem
Entfernen der „Beschichtung“ möglich.
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