Logo
Arte Toskana Impruneta Terracotta
Grundsätzlich gilt, je weicher und poröser ein Material ist, desto mehr Wasser kann es aufnehmen. Normale Terracotta saugt sich zu stark voll und ist bei Frost besonders gefährdet, weil gefrierendes Wasser sich in einem erheblichen Maße ausdehnt. Das Kriterium für die Frostbeständigkeit ist deshalb der sogenannte Frost-Tauwechsel. Tagsüber Regen oder Tauwetter und Nachts Frost zerstört auf die Dauer jede nicht frostfeste, offenporige Keramik. Echte Terracotten aus Impruneta nehmen auf Grund ihrer Dichtigkeit nur wenig Wasser auf und sind deshalb auch in unseren Breiten frostfest. Aber vorsicht, frostfest heißt nicht automatisch auch winterfest! Jedes Pflanzgefäß, ob aus Eisen, Granit oder Keramik, kann durch die Ausdehnung von gefrierendem Wasser, wenn es nicht abfließen kann und sich im Gefäß ansammelt, gesprengt werden. Das ist z.B. der Fall, wenn die Erde im Topf gefroren ist und nicht rechtzeitig auftaut. Man kann also klar sagen, dass die Frostbeständigkeit eine Frage des Materials ist, die Winterfestigkeit aber von der Behandlung abhängt. Wenn Sie folgende einfache Regeln beachten, werden Sie lange Freude an Ihren Terracotten haben.

Stellen Sie Ihren Topf auf kleine Holzleisten oder Terracottafüßchen, damit das Wasser Sommer wie Winter gut abfließen kann.

Gegen Schnee ist nichts zu sagen, er isoliert, vor einer Tauwetterperiode sollte er aber abgekehrt werden, sonst läuft das Tauwasser in das Gefäß, was den Wurzeln und dem Topf bei nachfolgendem Frost schaden könnte.

Bauchige Gefäße sind mehr gefährdet als konische, nach oben breiter werdende Töpfe, weil bei diesen der „Eisdruck“ besser nach oben abgeleitet wird.

Überdachte Standorte sind ideal, aber nicht immer möglich. Freistehende Terracotten, die nicht beobachtet werden können, etwas abdecken.

Immer dafür sorgen, das sich auch in leeren Gefäßen kein Wasser ansammeln kann. Am besten alle leeren Gefäße, auch die aus Metall, wenn möglich auf den Kopf stellen oder abdecken.

Die Frostbeständigkeit
Dieser Pflanztopf stammt zwar aus der Toskana, aber nicht aus Impruneta. Er gilt nach italienischem Maßstab als frostfest und wird auch so angeboten. Nach zwei deutschen Wintern sieht er dann eben so aus. Der Topf wurde zwar von Hand, aber schlampig gefertigt, der Rand z.B. wurde nicht sorgfältig genug aufgebracht, die Folge sind Lufteinschlüsse, die als Erstes für ein Abplatzen der Ornamente sorgen. Töpfe dieser Art vermoosen und verkalken schnell und zerbröseln bei Frosteinwirkung. Schuld ist die minderwertige Qualität des verwendeten Lehms und oft wird auch nicht sorgfältig gebrannt und nachbehandelt. Die Konturen sind nicht nachgearbeitet und wirken flach und unscharf. Diese Massenware taucht oft im Handel auf, versehen mit dem wohlklingenden Namen „Der echte handgefertigte toskanische Terracottatopf“.
Klingt gut, sagt aber nichts über die Qualität des Produkts aus. Auch ein Hinweis, dass das Gefäß bei richtiger Behandlung frostfest ist, kann durchaus heißen, dass der Topf im Winter nicht mit Feuchtigkeit in Berührung kommen darf. Bei einem Pflanzgefäß eigentlich nicht möglich, da ja auch im Winter gegossen werden muss. Also Augen auf, nachfragen und Kassenzettel aufbewahren. Wir gewähren auf unsere Terracotten 10 Jahre Garantie auf die Frostbeständigkeit – auch im bepflanzten Zustand – und können auf zahlreiche Referenzen bei öffentlichen Gärten und Bauten verweisen.
Tipp:
Figuren, Pinienzapfen und ähnliche Objekte sind keine Hohlkörper
in denen sich Wasser ansammelt und deshalb winterfest.
Wegen der Luftverschmutzung aber ist es ratsam die Objekte im
Winter abzudecken oder unter ein Dach zu stellen. Sollte dies
nicht möglich sein, genügt eine Reinigung mit Wasser und
et-was Spülmittel alle 5 bis 8 Jahre.